Thilo

Thilo

Das erste Mal als ich mit dem Thema Modellbau in den Kontakt kam war im Alter von 8 Jahren, als ich zu Weihnachten mein erstes Märklin H0 Starterset bekam. Aus diesem Starterset wurde über die Zeit von 4 Jahren eine recht große Anlange, bis der Platz des Zimmers vollkommen erschöpft war. Da mein Vater zu dieser Zeit noch Flugmodellbau betrieb hatte ich schon in jungen Jahren mit meiner aktuellen Lieblingssparte des Modellbaus Kontakt. Welchen ich leider recht schnell wieder verlor, da der Vereinsflugplatz geschlossen wurde. Bis zum Beginn meines Studiums an der TU Ilmenau hatte ich dann nur noch wenig Kontakt mit dem Thema Modellbau. Erwähnenswert sind nur zwei Modellautos, welche allerdings immer relativ schnell in einer Ecke meines Zimmers landeten, da sie mir von der Steuerung her nicht anspruchsvoll genug waren. Als ich dann 2012 ein YouTube Video gesehen hatte, in welchem es um den FPV (First Person View) Flug ging, wusste ich, was ich in der Zukunft mit meiner Freizeit anfangen wollte. Nach einigen Recherchen besorgte ich mir einen FPV Raptor, welchen ich zuerst nur mit den nötigen RC Komponenten zum reinen Fliegen ausstattete. Nach einem kurzen Blick auf Googlemaps entschloss ich mich für den Erstflug auf eine Wiese im Norden von Langewiesen zu gehen. Wenn ich mich richtig erinnere endete dieser nach 5 Minuten Flug mit einer recht unsanften Landung bei der die doch recht dünne Motorwelle brach. Da man sich als guter Modellbauer von so etwas nicht unterkriegen lässt, besorgte ich mir sofort einen neuen leistungstärkeren Motor. Bei der Vorbereitung des ersten Fluges mit dem neuen Setup lernte ich Michael kennen, welcher gerade auf dem Heimweg vom Fliegen war. Dies war der Beginn einer Langen Fliegerfreundschaft. Da der Winter nun vor der Tür stand, musste ich meiner ersten Gehversuche im Fliegen leider erst mal auf Eis legen. Allerdings holte ich mir im neuen Jahr meinen ersten Quadrocopter - um genau zu sein einen DJI F450 mit Stein Motoren. Bei einem der ersten Erprobungsflüge des Quadrocopters traf ich Michael wieder auf der Wiese und erfuhr von ihm, dass er bei gutem Wetter fast jeden Abend auf dieser Wiese fliegen geht. Ab da an trafen wir uns meistens mindestens 1 mal in der Woche auf der Wiese bei Langewiesen. In der Zwischenzeit rüstete ich meinen FPV Raptor weiter auf. Als erstes kam mit der Post eine Fatshark Attitude (Video-Brille), ein Videosender von Immersion RC und eine Kamera mit PAN-Tilt-Aufhängung zu mir. Diese wurden sofort im Raptor verbaut. Da ich allerdings immer beim Fliegen Angst hatte, durch eine Unterbrechung im Videostream die Kontrolle über das Modell zu verlieren, legte ich mir recht schnell den damals neu auf dem Markt erschienen OSD (Overlay System Display) Autopiloten Fy 41 Ap zu. Nach einem längeren Studium der Anleitung musste ich zu diesem Zeitpunkt feststellen, dass meine zu Anfang erworbene Graupner MX16 mit ihren 8 Kanälen schon an ihrem Limit war. Da ich während des Einstellens der Systemparameter des Fy 41 Ap auch noch feststellen musste, dass diese eine Macke mit dem Knüppelpoti auf Kanal 3 hatte, beschloss ich sie einzuschicken und legte mir gleichzeitig eine Graupner MX20 zu. "Kommentar am Rande für alle, die selber gerade am überlegen sind mit dem Hobby anzufangen: mittlerweile würde ich mir keine Graupner mehr holen. Diese sind zwar qualitativ sehr hochwertig, aber es gibt nur vom Hersteller Empfänger für die MX Serie, welche auch recht teuer sind. Stattdessen kann ich allen empfehlen, eine FrSky Taranis zu holen, da diese modular aufgebaut ist. Das bedeutet, dass man mehrere Modellbaufrequenzen nutzen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sehr günstig weitere Empfänger dazukaufen kann." Als nun alle neuen Teile im Raptor verbaut waren, musste ich feststellen, dass dieser schon stark an seine Belastungsgrenze aufballastiert worden war. Dies äußerte sich darin, dass man ihn trotz gesetzter Wölbklappen auf einer ebenen Fläche nicht durch einen einfachen Wurf in die Luft bekam. Dank der Hilfe von Michael gelang es mir dann doch noch. Ziemlich schnell reizte ich die Übertragungsreichweite des Videosenders aus. Nach einigen Recherchen, was man auf legalem Weg machen kann, um auf eine höhere Reichweite zu kommen, kam ich zum Schluss, mir einen Antennentracker zuzulegen. Dies endete damit, dass ich mir einen Myflydream 12Ch AAT zulegte. Bei den nächsten Flügen im Jahr 2013 musste ich mal wieder feststellen, dass Herstellerangaben immer sehr schön gerechnet sind, was sich darin äußerte, dass ich überraschenderweise an einem Tag schon in der Entfernung von 800m einen Funkausfall hatte (angegeben ist die Graupner MX 20 mit einer Reichweite von bis zu 4km :D) Dank gut eingestelltem FY 41 Ap kam der Raptor unbeschadet per Autopilot zu mir zurück. Gegen Ende des Jahres holte ich mir, angeregt von Michael, meinen ersten Segler und zwar einen V-Tail Prop 1400 von Robbe. Dieser hielt nach dem Winter auch recht bald als Übungsflieger für leichten Kunstflug her, da zugegeben seine Segelleistungen recht überschaubar waren. Dennoch war ich ihm Jahr 2014 durch die ersten Thermikerfahrungen vom Thema Thermiksegeln recht angefixt, was sich darin äußerte, dass ich mir in diesem Jahr gleich mehrere Flieger zulegte. Und zwar einen Staufenbiel Epsilon V2 Competition, einen Mandarin von Reichard, einen Staufenbiel Spirit V Evo, welcher sich super zum Kunstflug eignet, und einen Staufenbiel Zulu. Als weiteres FPV-Projekt entstand in diesem Jahr auch noch aus einer Multiplex Cularis mein erster FPV Thermiksegler, der allerdings gerade gegenüber dem Mandarin recht überschaubare Thermikeigenschaften hat. Im noch aktuellen Jahr, also 2015, passierte modelltechnisch leider nicht mehr so viel bei mir, da ich von der Uni aus sehr beschäftigt gewesen bin. Dennoch gönnte ich mir zu Anfang des Jahres, dem damaligen Trend folgend, einen 250 racing copter und inspiriert durch ein Mitglied unseres Langewiesener Fliegertreffs, welcher mittlerweile auf 8 Mitglieder angewachsen ist, einen DJI Phantom 3, welcher nun fast immer auf meinen Urlaubsreisen dabei ist, um schöne Bilder aus ungewöhnlichen Winkeln schießen zu können. Zur Zeit bin ich dabei, aus einer Yak 52 von Avios einen FPV Kunstflieger aufzubauen.

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